PIC-Programmiergeräte


Brenner1 , Brenner0 , Brenner3 , Brenner5 , Brenner2 , AN589 , PICkit1 , Software , zurück zu PIC-Prozessoren , Elektronik , Homepage

Allgemeines

Übersichts-Tabelle über Programmiergeräte
Übersichtstabelle über Programmiersoftware

Programmiergerräte zum Selberbauen

Alternative Lösungen
Programmiergeräte von Microchip (Auswahl) zurück zu PIC-Prozessoren



Allgemeines

Hat man sein PIC-Programm fertig entwickelt und mit MPLAB in ein HEX-File umgewandelt, muss dieser Code noch in den PIC "hineingebrannt" werden. Dazu dient ein PIC-Programmiergerät - ein Brenner.

Alle Programmiergeräte funktionieren nach dem Prinzip der ICSP. Dabei wird der PIC mit nur 5 Leitungen an den Brenner angeschlossen und über diese die zu brennenden Daten in den PIC geschrieben:


Das Programmiergerät wird von einem PC gesteuert, mit dem es über ein Kabel verbunden ist. Als Schnittstelle kommen in Betracht:

Brenner am Parallelport sind am einfachsten und preiswertesten zu bauen, da sie ohne Eigenintelligenz, also ohne eigenen Steuer-Microcontroller auskommen. Sie erfordern aber einen echten Parallelport am PC, der insbesondere an einigen Notebooks nicht mehr vorhanden ist. Ein Betrieb über einen USB-Druckerport-Adapter funktioniert nicht. Windows-Vista unterstützt (soweit ich weiß) keine LPT-Steckkarten für den PCI-Slot.

Programmiergeräte am Serial- oder USB-Port benötigen einen eigenen Microcontroller zur Steuerung. Diesen muss man seinerseits erst einmal mit einem anderen Programmiergerät 'brennen'. Da auch das Serialport zu den aussterbenden Legacy-Interfacen gehört, wird zukünftig das USB-Port dominieren.
Wer ein echtes Parallelport an seinem PC hat (und bei den meisten Desktop-PCs ist das noch der Fall) sollte einen Parallelport-Programmiergerät aufbauen. Ansonsten sollte man ein Programmiergerät mit USB-Interface bevorzugen, das sich bei mir aber noch in der Testphase befindet (Brenner8).

Es gibt industielle Brenner wie den PICstart von Microchip, aber auch Eigenbaulösungen. Einige Links verweisen auf Beispiele für Brenner, die am Druckerport oder am Seriellen Port des PC angeschlossen werden.

Falls jemand einen Brenner bauen möchte aber noch unentschlossen ist, welcher Brenner der richtige ist, empfehle ich meinen Brenner5.

Hier stelle ich alle meine Lösungen vor
- den klassischen Brenner1 für den Druckerport und seine verbesserten Nachfolger Brenner5 und Brenner3
- der Billig-Brenner0 für den Druckerport
- den Brenner2 für den Serialport
- den Brenner8 für den USB-Port

Bei allen hier vorgestellten Brennern handelt es sich um sogenannte 'development programmer' die für Bastelzwecke oder für Prototypenbau geeignet sind. Sollen PICs für Serienprodukte gebrannt werden, dann sollten aufwendigere Brenner verwendet werden, die insbesondere das Brennergebnis bei unterschiedlichsten Betriebsspannungen verifizieren.

Welche PIC-Typen mit einem Brenner gebrannt werden können, wird im Wesentlichen von der verwendeten Brennsoftware bestimmt. Die auf dieser Seite zu den jeweiligen Brennern zugeordneten Typenlisten sind nicht unbedingt vollständig. Ein Blick auf die Webpage der einzusetzenden Software verschafft Klarheit.

Ob für den zu brennenden PIC dann auch ein passender IC-Sockel auf dem Brenner vorhanden ist, ist natürlich auch wichtig, es sei denn, man will mit einem ICSP-Kabel brennen.

Übersicht über einige Brennertypen für den Hobbybereich
 
Brenner0
Brenner2
Brenner5
Brenner8
Brenner9
PICkit1
PICkit2
ICD2
woher
Eigenbau
Eigenbau
Eigenbau
Eigenbau
Eigenbau
Microchip
Microchip
Microchip
PC-Anschluss
Parallelport
Serial-Port
Parallelport
USB
USB
USB
USB
USB
Serialport
Empfehlung
nur auf alten PCs
nicht mehr neu bauen
ja
ja
ja
 zu eingeschränkt
ja
nur wer Debugger braucht
Kosten ca. [€]
-
-
-
-
-
ca. 40,-
ca. 50,-
ca. 170,-
Brennsoftware
PBrenner
PIComat
(PBrenner mit Einschränkungen)
Flashover12
PBrenner
PBrennerNG
P18
dsProg(1)
(Pivdev & Piclab)
USBurn
&
usburn
USBurn
&
usburn
MPLAB
MPLAB
(in  Vorbereitung)
MPLAB
IC-Sockel
-
18 / 28
8 / 14 / 18 / 28  / 40
8 / 14 / 18 / 28 / 40
-
8 / 14
18 (Adapterplatine)
-
IC-Sockel für dsPIC
-
-
-
-
-
-
-
-
ICSP/ICD-Anschluss
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
variable Spannungen
nein
nein
nein
Vpp
nein
Vpp
ja
ja
Status
keine Weiterentwicklung
keine Weiterentwicklung
wird gepflegt
wird gepflegt
wird gepflegt
erhältlich
erhältlich
erhältlich

(1) - dsPIC30Fxxxx-Typen können nicht im Sockel des Brenners programmiert werden, sondern nur über ein speziell für dsPIC ausgelegten Adaper am ICSP-Stecker
 
 

Übersicht über einige Brennerprogramme für den Hobbybereich
 
PIComat
PBrenner
PBrennerNG
Flashover12
P18
dsProg
USBurn
usburn
MPLAB
PIC16F84 / PIC16F87x
X
X
X
-
-
-
X
X
X
12-Bit Kern PICs
- PIC10Fxx
-
-
-
X
-
-
X
X
X
14-Bit-Kern PICs
- PIC16Fxxx
-
X
(nicht alle)
X
-
-
-
 X
X
X
16-Bit-Kern PICs
- PIC18Fxxxx
-
-
-
-
X
-
X
X
X
PIC18FxxJxx -
-
-
-
-
-
X
X X
PIC24Fxxxx -
-
-
-
-
-
X
X X
dsPIC30Fxxxx
-
-
-
-
-
X
X
X
X
dsPIC33Fxxxx
-
-
-
-
-
-
X
X X
unterstützte Brenner
Brenner2
Brenner5
AN589
Brenner2
Brenner1&3
Brenner5
AN589
Brenner1&3
Brenner5
AN589
Brenner1&3
Brenner5
AN589
Brenner1&3
Brenner5(1)
AN589
Brenner1&3(1)
Brenner8(1)
Brenner9(1)
Brenner8(1)
Brenner9(1)
PICkit1
PICkit2
ICD2
benutzt Database
-
-
X
-
X
X
X
X
-
PC-OS
Windows
Windows Windows Windows Windows Windows Windows Linux
Windows
Status
keine Weiterentwicklung
keine Weiterentwicklung,
wurde von PBrennerNG abgelöst
wird gepflegt
wird gepflegt
wird gepflegt
wird gepflegt
wird gepflegt
wird gepflegt
wird gepflegt

(1) - dsPIC30Fxxxx-Typen können nicht im Sockel des Brenners programmiert werden, sondern nur über ein speziell für dsPIC ausgelegten Adaper am ICSP-Stecker



Programmiergeräte zum Selberbauen

Für einen Hobbybastler ist ein PIC-Brenner kein zu anspruchsvolles Bastelprojekt. Ich habe im Laufe der Zeit eine ganze Reihe von Programmiergeräten selber entworfen und gebaut. Die möchte ich hier vorstellen:

Zum Brenner gehört natürlich auch immer eine Brenner-Software, die den Brenner vom PC aus steuert. Für die industriell hergestellten Brenner von Microchip ist diese Software in die Entwicklungsumgebung MPLAB integriert. Für meine Brenner habe ich eigenständige Software geschrieben:
Wenn sich jemand ernsthaft mit PICs beschäftigen will, dann empfehle ich einen USB-Brenner, wie z.B. den Brenner8. Der Bastelaufwand ist zwar höher als beim Parallelportbrenner (z.B. Brenner5), dafür arbeitet ein USB-Brenner zuverlässiger.

Hintergrund:
Um z.B. 1000 Speicherplätze eines PIC zu brennen sind bis zu 200000 Signale zwischen Brenner und PIC auszutauschen. Beim Parallelportbrenner werden diese Signale im PC erzeugt, und dann durch Druckerkabel und Brenner zum PIC geleitet. Jedes einzelne Signal muss dabei fehlerfrei übertragen werden. Das ist nicht einfach, da die Qualität und Länge des Druckerkabels, Feritringe am Druckerkabel und Kleinigkeiten im Brenneraufbau auf die Signalqualität einwirken. Beim USB-Brenner werden die Signale direkt im Brenner erzeugt, und ohne große Umwege zum PIC gegeben. Dadurch kann zuverlässiger und auch schneller gebrannt werden.


Wenn man nur kleine Programme in einen PIC brennt, dann spielt Zuverlässigkeit nicht so eine große Rolle (wenn's mal nicht geklappt hat, dann brennt man einfach noch mal), wenn aber sehr große Dateien gebrannt werden sollen, kann ein 1 fehlerhaftes Signal pro 1 Millionen Signale das Brennen fast unmöglich machen.
Noch etwas spricht für USB-Brenner, ich pflege die Soft- und Hardware der USB-Brenner deutlich engagierter, da ich eigentlich nur noch mit Brenner8/9 arbeite.


Brenner8 (USB-Port-Brenner)
Foto des Brenner8 Der Brenner8 ist PIC-Programmiergerät für den Anschluss an das USB-Port. Im Vergleich zu den Parallelportbrennern hat er folgende Vorteile:
  • einsetzbar an PCs/Notebooks ohne Parallelport
  • benötigt keine separate Stromversorgung
  • deutlich schneller
  • benötigt nur einen IC-Sockel
Die Windowssoftware USBurn und die Linux-Software usburn unterstützen exclusiv den Brenner8. Diese Software wie auch die Firmware des Brenners werden weiterentwickelt, damit der Brenner8 später alle Flash-PICs brennen kann, die mit 5V Betriebsspannung betrieben werden können.

Es gibt den Brenner8 in verschiedenen Bauformen sowie auch als minimalistischen ICSP-Brenner.

Hier ist die Beschreibung.

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Brenner9 (USB-Port-Brenner)

Der Brenner9 ist PIC-ICSP-Programmiergerät für den Anschluss an das USB-Port. Er ist dafür ausgelegt alle 3,3V-FLASH-PICs zu programmieren. Damit ergänzt er den Brernner8.

Die Windowssoftware USBurn und die Linux-Software usburn unterstützen exclusiv den Brenner9. Diese Software wie auch die Firmware des Brenners werden weiterentwickelt, damit der Brenner9 später alle Flash-PICs brennen kann, die mit 3,3V Betriebsspannung betrieben werden können.

Es gibt den Brenner9 in verschiedenen Versionen. Es handelt sich um einen ICSP-Brenner ohne on-board-Programmiersockel.

Hier ist die Beschreibung.

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Brenner5 (Parallelportbrenner)
Foto des Brenner5 Der Brenner5 ist der Nachfolger des Brenner3, und funktioniert genau wie dieser. Kleine Modifikationen tragen neuen Erfordernissen Rechnung:
  • verbesserte Eignung an schnellen PCs
  • verbesserte Stromversorgung
  • verbesserte ICSP-Tauglichkeit
Brenner5 läuft zwar notfalls mit der alten Tait-DOS-Software (nur PIC16F84) ist aber eigentlich für meine Windowssoftware PBrennerNG (fast alle 14-Bit-Kern PICs der Serien PIC12F und PIC16F) gedacht.
Die Windowssoftware P18 unterstützt exclusiv den Brenner5 und dazu 100% kompatible Brenner (z.b. Brenner3).
Unter Linux eignet sich Picdev

Hier ist die Beschreibung.

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Brenner3 (Parallelportbrenner)
Foto des Brenner3 Der Brenner3 ist der legitime Nachfolger des Brenner1, und funktioniert genau wie dieser. Es ist lediglich die unnütze 8-polige Fassung gegen einen großen Sockel für die PIC16F87x und PIC16F7x ausgetauscht worden.

Brenner3 läuft zwar notfalls mit der alten Tait-DOS-Software (nur PIC16F84) ist aber eigentlich für meine Windowssoftware PBrennerNG (fast alle 14-Bit-Kern PICs der Serien PIC12F und PIC16F) gedacht.
Unter Linux eignet sich Picdev

Hier ist die Beschreibung.

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Brenner1 (veraltet)   (Parallelportbrenner)
Foto des Brenners1 Der gute alte Parallelportbrenner nach dem David-Tait-Verfahren ist schon ein Standard für die 16F84-Programmierung. 
Wer sich auf diese "kleinen" PICs beschränken möchte und bereit ist, mit dem Brennprogramm in der DOS-Box zu arbeiten findet hier die Beschreibung.

Ein passendes Windowsprogramm gibt es bei mir zum Download. Dieses Programm kann auch die größeren Flash-PICs brennen, die aber nicht in die Fassungen des Brenner1 passen. Deswegen entwickelte ich eine neue Platine Brenner3, die den Brenner1 ablöst, und neben dem 16F84/627/628 auch alle 16F87x und PIC16F7x akzeptiert.

Die 8-polige Fassung dient dem Brennen 8-pin Flash-PICs 12F6xx. Die alten 12Cxxx.unterstützt meiner Brenner dagegen nicht!

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Brenner0 (Parallelportbrenner) Moderne PC-Mainboards (mit nur 3,3V-Signalspannung) arbeiten oft nicht mit dem Brenner0 zusammen!

Ich empfehle den Brenner0 nicht für PIC12F629/675, PIC16F630/676, obwohl auch diese Chips sich in der Regel brennen lassen.
PICs bei denen der interne Oszillator aktiviert wurde, und bei denen gleichzeitig MCLR zu  einem  normalen I/O-Pin konfiguriert wurde, lassen sich mit dem Brenner0 nicht mehr brennen oder löschen!  (INTOSC-MCLR-Falle)
 
Foto des Brenner0 Der Brenner0 ist ein Billigbrenner für den Parallelport, der einen erweiterten "Quick and Dirty-Brenner" nach Tait darstellt. Er verzichtet auf Treiber oder Schalttransistoren, so dass sein Preis nur von der PIC-Fassung und vom Druckerportstecker bestimmt wird.

Der Brenner0 ist weniger für jemanden gedacht, der sich intensiv mit PICs beschäftigen möchte, sondern eher für jemanden, der mal einen PIC brennen muss, und für den es sich deshalb nicht lohnt einen richtigen Brenner zu bauen.

Brenner0 und Quick and Diry Brenner laufen mit der Tait-Software (pp.exe) im DOS-Fenster oder mit meiner Windowssoftware PBrenner, die ursprünglich für den Brenner1 geschrieben wurde. Aktuellere Software (wie PBrennerNG) funktionieren nicht mit dem Brenner0.

Hier befindet sich die Beschreibung.

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Brenner2 (Serialportbrenner)  (Auslaufmodell)
Foto des Brenners2 Im Jahr 2000 brauchte ich dringend einen Brenner für 16F876. Gleichzeitig ärgerte ich mich darüber, das die Software für 16F84-Parallelportbrenner nur in der DOS-Box lief.
Das Resultat war ein Brenner für 16F84, 16F876 und 16F873, der an das serielle Port des PCs angeschlossen  und mit einem Windows-Programm bedient wird. 
Durch den Einsatz der Software PBrenner, unterstützt der Brenner2 inzwischen eine ganze Reihe von PIC-Typen.

Der Brenner2 ist nicht gerade minimalistisch. 

Der Nullkraftsockel nimmt 18-polige und 28-polige PIC-Typen auf. Für ICSP (das Programmieren eines in eine Schaltung bereits eingelöteten PIC) steht neben der Fassung eine 5-polige Buchsenleiste zur Verfügung.

Der PC sendet Kommandos über die RS232-Schnittstelle, die der Steuer-PIC auf dem Brenner2 empfängt. Dieser steuert dann den eigentlichen Programmiervorgang, wozu er sich aber noch einer Reihe Transistoren, und Widerstände (SMD-Bauformen auf der Platinenunterseite) bedient. LEDs zeigen an, ob der PIC mit Betriebs- (grün) und Programmierspannung (gelb) versorgt wird.

In der aktuellen Version ist der Brenner nur unwesentlich langsamer als ein Parallelportbrenner. Ein 16F84 wird in 15 Sekunden vollständig programmiert
Der Brenner läuft unter Win95, Win98 und unter NT/2000/XT. 

Der Brenner kann selbständig erkennen was für ein Typ in die Fassung eingesetzt ist. Alle üblichen Konfigurationsdetails (Oszillatortyp, Codeprotection...) können manuell eingestellt oder aus dem HEX-File eingelesen werden.

Die zugehörigen Files liegen hier.

Hinweis:
Der Nachbau des Brenners2 ist vergleichsweise kompliziert. Falls man auch einen Parallelportbrenner akzeptieren kann, empfehle ich den leistungsfähigeren Brenner5 anstelle des Brenners2.
Bei der Entwicklung und Pflege von Brennprogrammen behandle ich den Brenner2 inzwischen recht Stiefmütterlich, und das wird sich auch nicht mehr verbessern.

PBrenner ab V2.3
Die Software PBrenner unterstützt ab der Version V.2.3 auch den Brenner2. Allerdings ist diese Unterstützung noch in der Erprobungsphase. Das Brennen von 16F84, 16F84A, 16F87x und 16F62x funktioniert recht gut. Das Brennen von 16F7x, 16F87xA, 12F6xx und 16F630/676 ist noch zu langsam und unzuverlässig.

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Brenner nach AN589 / FA-Brenner   (Parallelportbrenner) Ich empfehle den AN589 nicht für PIC12F629/675, PIC16F630/676, obwohl auch diese Chips sich in der Regel brennen lassen.
PICs bei denen der interne Oszillator aktiviert wurde, und bei denen gleichzeitig MCLR zu  einem  normalen I/O-Pin konfiguriert wurde, lassen sich mit dem AN589-Brenner nicht mehr brennen oder löschen! (INTOSC-MCLR-Falle)
 
Schaltung des AN589-Brenners Microchip hat in der Application-Note AN589 einen eigenen Vorschlag für einen einfachen Parallelportbrenner gemacht. Im Dokument zur AN589 (AN589a.pdf auf der microchip homepage) findet sich neben einer Beschreibung und dem Stromlaufplan auch eine Software zur Progranmmierung des PIC16C84.

Da die Zeitschrift Funkamateur einen AN589-kompatiblen Brenner veröffentlicht hat, habe ich meine PBrennersoftware auch um die AN589-Ansteuerung erweitert. Damit ist nun eine große Palette von PICs brennbar.

Da ich selber nie einen AN589-Brenner aufgebaut habe, kann ich kein Platinenlayout anbieten.

Hinweis:

  • In die nebenstehende Schaltung sollte ein 1nF-Kondensator zwischen Pin 17 des 74LS244 und Masse eingefügt werden.
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Brenner-Software
Was nutzt der schönste Brenner, wenn seine Bedienung über kryptische DOS-Kommandozeilen-Programme erfolgt?

Für alle meine Brennertypen liegt auf meiner Homepage ein komfortables Windows-Steuerprogramm zum Download bereit. Für Linux-Nutzer bietet sich Pikdev an.

Für 16-Bit-Kern-PICs wie z.B. PIC18Fxx2/xx8 / PIC18Fxxxx
 
Programmfenster des P18-Programms Die Software P18 brennt die PIC18Fxx2/xx8 und viele PIC18Fxxxx auf

Für 24-Bit-Kern-dsPICs wie z.B. dsPIC30Fxxxx
 
Die dsProg brennt die dsPIC30Fxxxx 
  • Brenner5 (über ICSP)
  • Brenner3 (über ICSP)
  • AN589-Brenner

Für 14-Bit-Kern-PICs wie z.B. viele PIC16Fxxx und PIC12Fxxx
 
PBrennerNG für
  • Brenner5
  • Brenner3
  • Brenner1
  • AN589/FA-Brenner
Programmfenster des Windows-Steuerprogramms für den Brenner2 Die alten Programme PBrenner und PIComat stehen auf der Aussterbeliste, und werden nicht mehr weiterentwickelt. Sie sind aber die einzige Software, die den Brenner2 steuern kann. Deshalb habe ich sie noch auf der Homepage, und im Fehlerfall werden sie noch gewartet.

PBrenner für


PIComat (Brenner5.3) für

Beide Programme ähneln sich in Optik und Bedienung. PBrenner wurde länger  weiterentwickelt, und unterstützt deutlich mehr PIC-Typen.

Für 12-Bit-Kern-PICs wie z.B. PIC10F20x
 
Programmfenster des P18-Programms Die Software FlashOver12 brennt die PIC10F20x, PIC12F50x, PIC16F505, PIC16F5x auf

Für 12-, 14-, 16 und 24-Bit-Kern PICs
 
Die Software US-Burn brennt mit 

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Alternative Lösungen

Es gibt eine unüberschaubare Vielzahl von Programmiergeräten, die ich aber weder alle kennen noch testen kann. Damit ich das gerade nicht muss, habe ich mir ja meine eigenen Brenner gebaut. Besonders interessante Alternativen möchte ich aber an dieser Stelle sammeln.

Arduino-Uno

Auf der Homepage von "High Spark" befindes sich ein PIC18-Brennerprojekt, der aus einem Arduino-Uno besteht. Da ein Arduino billiger ist als jedes normale Programmiergerät ist das schon mal finanziell interessant. Außerdem löst es das Henne-Ei-Problem meiner Brenner8/9.
Ein Tutorial findet sich hier.

Der Brenner unterstützt den PIC18F2420 und PIC18F2550. Genaugenommen hat der Auto von "High Spark" seinen Code für den 18F2550 geschrieben, und der Autor des Tutorials das an den 18F2420 "angepasst".
Damit ist er noch sehr eingeschränkt. Eine Erweiterung auf diverse andere Typen wäre prinzipell aber nur Fleißarbeit. Ob sich jemand hinsetzen wird, und aus diesem Prototypen ein wirklich brauchbares Gerät zu machen steht noch in den Sternen, aber die Idee hat Potential.
Anscheinend wird immer im low-voltage-Mode programmiert. Es gibt keine Garantie, das dieser Mode bei einem gekauften PIC auch aktiviert ist.





Programmiergeräte von Microchip (Auswahl)

Nicht jeder kann oder will einen PIC-Brenner selber bauen. Es gibt aber eine ganze Reihe von Fertiglösungen aus industrieller Produktion.

Für die industrielle Massenproduktion gibt es robuste Programmiergeräte, deren Preis einem Einsatz im Privatbereich oder in der Lehre und Ausbildung eher abträglich ist. Diese Geräte haben vor allem den Vorteil, das sie die Funktion des programmierten PICs (d.h. die Korrektheit des gebrannten Programms) bei unterschiedlichen Versorgungsspannungen prüfen können. Auf diesen Luxus kann man aber im Privatbereich oder in der Lehre problemlos verzichten.

Brenner, die nur mit einer festen PIC-Betriebsspannung arbeiten heißen Developement-Programmer, und sind deutlich preiswerter. Einige interessante Typen möchte ich hier vorstellen:


Das PICkit1 von Microchip   (USB)

Das hier beschriebene PICkit1 ist zu meiner Hard/Software NICHT kompatibel. Ich stelle es aber hier vor, da es ein preiswerter industriell hergestellter Brenner ist, der sich auch als Experimentierboard eignet.
Nachdem die Industrie lange Zeit überwiegend teure Brenner für den industriellen Prototypenbau oder für die industrielle Produktion anbot, gibt es nun von Microchip einen interessanten Brenner für Einsteiger, der sich auch gut für Bastler eignet: das PICkit1

Die schlechte Nachricht vorweg. Das PICkit1 eignet sich nur für Flash-PICs mit 8 oder 14 Pins:
- PIC12F508 / 509
- PIC12F629 / 635 / 675 / 683
- PIC16F630 / 663 / 676 / 684 / 688

Eine Erweiterung auf andere PIC-Typen ist nicht möglich, da die Brennroutinen im Steuerpic auf dem Brenner fest abgespeichert sind. Die Routinen wurden für die 12F629/675 entwickelt, und nur noch die 14-pin-Typen 16F630/676 sind als einzige (bisher) dazu kompatibel. MPLAB will aber auch 12F508/509 mit dem PicKit1 brennen können, schon dass erstaunt mich.

Außerdem wurde (um den Preis zu minimieren) auf einen Nullkraftsockel (Textoolsockel) verzichtet, der PIC sitzt in einer normalen 14-poligen IC-Fassung. Auch einen ICSP-Steckverbinder gibt es nicht (was für Bastler aber kein Problem darstellt).

Eine Integration in MPLAB ist inzwischen vorhanden. Es gibt aber auch ein eigenständiges Brennprogramm.

Foto des Microchip PICkit1
Doch nun zum Positiven:
Der Preis des Brenners beträgt ca. 40 €. Der Brenner wird via USB angeschlossen. Damit ist ein problemloser Betrieb ab Win95(2nd edition) garantiert. Ein Netzteil entfällt, da der Brenner seine Betriebsspannung vom USB-Interface bezieht.

Das PICkit1 ist nicht nur ein Brenner, sondern auch ein kleines Experimentierboard. Nach dem Brennen kann  das Programm im PIC gleich ausprobiert werden. Zum Experimentieren stehen zur Verfügung:

Darauf zugeschnitten findet man auf der CD zum PICkit eine Reihe Lernbeispiele, mit denen man Schritt für Schritt in die Welt der PICs eingeführt wird. Das untermauert die Funktion des PICkit als Lern- und Experimentier-Board.
Beim Einsatz für Ausbildungszwecke sollte man sich für einen PIC entscheiden, den man dann nicht mehr aus der Test- und Brennfassung (Evaluation Socket) herausnimmt. Ansonsten sind abgebrochene Pins an der Tagesordnung.
 
PICkit1 Das PICkit besteht aus einer Leiterplatte, die in 2 Hälften aufgeteilt ist. Eine Hälfte ist nicht bestückt und kann vom Nutzer als Experimentierboard (incl. RS232-Interface) bestückt werden.

Die andere Hälfte (linkes Foto) ist Brenner und Experimentierboard in einem. Diese Hälfte ist auf dem nebenstehendem Foto zu sehen.
Im Vordergrund ist der USB-Anschluss (links) zu erkennen. Rechts befindet sich ein PIC16C745, der das PICkit steuert. 
Dahinter befindet sich der Sockel für den zu brennenden PIC. Im Foto ist ein PIC12F675 eingesetzt. Die LEDs auf der linken Seite dienen der Anzeige der PIC-Pins während der Experimente.
 

Bezugsquelle für das PICkit. ist in Deutschland semikron.
semitron.de 
Preis: 41,00 + MwSt + Versand (6€) bei Vorauskasse
Bestellung per email (vorher anrufen 07742-80010) oder Fax 07742 - 6901

Vielen Dank an Felix, der das für mich herausgefunden hat, und an Klaus für den aktuellen Preis.

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Das PICkit2 von Microchip   (USB)

Im Unterschied zum PICkit1 ist das PICkit2 nur ein Programmiergerät ohne Experimentierplatine, dafür unterstützt es aber eine viel breitere Typenpalette.
Das PICkit2 ist eine reiner ICSP-Brenner. Als solcher besitzt es keinen IC-Sockel, in den der PIC zum programmieren eingesetzt wird, sondern nur einen 6-poligen ICSP-Steckverbinder. Mit diesem Stecker kann der Brenner z.B. an eine Experimentierplatine mit ICSP-Anschluss angesteckt werden. In dieser Platine wird dann der PIC programmiert.

PICkit2 (Foto: Microchip)

Der ICSP-Steckverbinder des PICkit2 entspricht übrigens nicht dem Microchip-typischen ICD-Anschluss (6-poliger Westernstecker), sondern dem auch auf meinen Brennern verwendeten Steckverbinder, der um ein (für das normale Brennen nicht unbedingt nötiges) sechstes Pin verlängert wurde. Meine ICSP-Brenn-Adapter für unterschiedlichste PIC-Typen sollten also am PICkit2 funktionieren.

Zum PICkit2 gehört das "low-pincount-demonstration-board", das an den ICSP-Verbinder des PICkit2 gesteckt wird, und auf dem ein 18-poliger IC-Sockel sowie ein paar LEDs (u.ä.) sitzen. Kleine PICs können hier programmiert werden, und einfache Experimente sind auch möglich.
Flexibler wird es, wenn man den universellen Programmieradapter anschließt. Dazu muss man sich allerdings ein Adapterkabel löten. Wenn man aber schon den Lötkolben heiß macht, kann man sich so einen Adapter auch für 1/3 des Preises selber bauen. Dann brennt mann mit dem PICkit2 warscheinlich alles, was PIC im Namen trägt und ein DIL-Gehäuse hat.

Da das PICkit2 aus dem USB-Bus gespeist wird, benötigt es keine separate Stromversorgung.

Die Preisvorstellungen liegen bei 40..50 Euro.
Das PICkit2 wurde aber auch schon ohne "low-pincount-demonstration-board" für nur 21 Euro gesichtet. Damit wäre es ein echtes Schnäppchen.

Auf der Microchip Homepage steht der Preis bei ca. 27,- Euro (plus Steuer und Versand). Das ergibt einen Endpreis von ca. 40,- Euro.

Bei Reichelt gibt es eine "PICkit™ 2 Debug Express" für 68,- Euro. Was da zum Lieferumfang gehört weiß ich leider noch  nicht.

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Der Baseline Flash Programmer  (USB)
 
Wenn man mit dem Rotstift an das PICkit2-Design herangeht und alles nicht unbedingt nötige streicht, dann kommt der Baseline-Flash-Programmer (BFMP) heraus.

Der BFMP ist eine reiner ICSP-Brenner und hat den selben ICSP-Anschluss wie das PICkit2. Da der BFMP aus dem USB-Bus gespeist wird, benötigt es keine separate Stromversorgung.

Andreas schrieb (danke):
Der Baseline Flash Programmer BFMP, PG164101, ist für 22,10 Euro (netto) bei SEMITRON (www.semitron.de) erhältlich.

BFMP (Foto: Microchip)

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Der ICD2 von Microchip   (USB)

Der ICD2 ist ICSP-PIC-Programmiergerät und In-Circuit-Debugger in einem.
Als Programmiergerät ist es mit dem PICkit2 vergleichbar. Es hat ebenfalls keinen IC-Sockel, sondern brennt ausschließlich über ein ICSP-Kabel. Der Steckverbinder ist hier allerdings der Microchip-typische ICD-Stecker (6-polig western). Der Anschluss an den PC erfolgt über USB oder RS232. In letzterem Fall wird noch ein Streckernetzteil benötigt.

Die Stärke des ICD2 ist aber seine Debug-Funktion:
Einige PIC-Typen unterstützen "In-Circuit-Debugging". Vereinfacht gesagt, lässt sich der fertig programmierte PIC bei seiner Arbeit in der Anwenderschaltung beobachten, an beliebiger Stelle anhalten und seine Register auslesen. Das vereinfacht die Fehlersuche enorm.

Der ICD2 ist mit ca. 170,- Euro nicht gerade ein Schnäppchen, vor allem da man zusätzlich noch geeignete Experimentierboards benötigt, oder Anwendungsschaltungen mit ICD-(ICSP)-Anschluss. Es gibt preiswertere reine Programmiergeräte (z.B. PICkit2). Wer aber die Debug-Funktion benötigt, liegt mit dem ICD2 hier richtig.


Für 350,- Euro gibt es das ICD2 im Set mit dem "PICDEM 2 Plus demonstration board" . Dieses Board enthält

  • 2 x 16 LCD Display
  • Piezo speaker am PWM Ausgang des PIC
  • RS 232 Anschluss
  • Temperatur Sensor
  • 4 LED's
  • 2 Taster + Reset-Taster

  und eignet sich für 18-, 28- and 40-pin PIC16XXXX und PIC18XXXX.

ICD-2
universeller Programmieradapter, Foto: Microchip universeller Programmieradapter
Es gibt auch von Microchip einen universellen Brennadapter, mit dem nahezu jeder PIC (im DIL-Gehäuse) an das ICD2 angeschlossen werden kann. Dabei handelt es sich um einen Platine mit einem 40-poligen Nullkraftsockel und einem Patch-Feld. Mit dem Patch-Feld verbindet man die Pins des ICSP-Anschlusses mit den für den zu brennenden PIC-Typ richtigen Pins des Nullkraftsockels. Das ist etwas umständlich und fehlerträchtig, dafür aber sehr flexibel Der Preis für diesen Adapter liegt bei 40,- €.
Ein Eigenbau ist für 1/3 dieses Preises möglich.

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Autor: sprut
erstellt: 2000
letzte Änderung: 24.08.2013