Steinmetze
| Ich besuchte ein Dorf,
in
dem es nur einen Beruf gab: Steinmetz. Man kann sich die
Geräuschkulisse vorstellen, aus jedem Hof kam das
Pingen der
Hämmer. Das Dorf ist von drei Marmorbergen umgeben,
die
ursprümglich als Materiallieferanten dienten.
Mitlerweile holt man
den Marmor aus anderen Steinbrüchen. Die Produktpalette reicht von kleinen Tierfiguren bis zu luxuriösen Marmorbadewannen. |
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Keramikmosaike
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Eine nette
vietnamesische
Eigenart ist das Herstellen von Mosaiken aus
Keramikscherben. Als
Ausgangsmaterial dienen dabei offensichtlich Scherben
normalen
Geschirrs. So findet man bei genauer Betrachtung neben
Blümchenmustern und Zwiebelmuster auch mal Teile
einer Teetasse. Diese verspielten Mosaike zieren auch durchaus ernsthafte Gebäude wie z.B. Tempel. |
| Dieses Mosaik
enthält
neben den üblichen Keramikscherben auch eine Anzahl
brauner
Glasflaschen (Bier?). Deren Hälse bilden die kurzen
Aststummel. |
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Und noch ein Beispiel:
ein
mit Keramikscherben verkleideter Löwe. |
| In den Gebieten, die im
Vietnamkrieg von den US-Amerikanern mit chemischen
Kampfstoffen
verseucht wurden, werden bis heute weit
überdurchschnittlich viele Kinder mit geistigen oder
körperlichen Behinderungen geboren. (Etwa 500000 Vietnamesen leiden heute noch unter den Folgen des Gifteinsatzes.) Viele der Kinder finden eine Ausbildung und Beschäftigung in kunsthandwerklichen Werkstätten. Typisch sind z.B. Werkstätten in denen mit Seidengarn Bilder auf einen Trägerstoff gestickt werden. Die mit enormen Zeitaufwand hergestellten Stickereien eignen sich gut als Souvenier. Das Foto zeigt ein Mädchen, das eine Stickerei nach einerm Foto erstellt. |
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Ich habe ähnliche
Stickereien auch in China gesehen, dort waren aber meist
nur Teile des
Bildes gestickt, während der Hintergrund oft gemalt
war. In
Vietnam
wird in der Regel das ganze Bild vollflächig
bestickt. Selbst auf diesem Lotusblumenbild ist der einfarbige Hintergrund vollständig gestickt. |
| Neben Perlmut eignen sich
auch
die Schalen von Enteneiern für Lackarbeiten. Die Schalen werden "plattgedrückt" und als Motiv auf eine Trägerplatte geklebt. Anschließend wird alles mit schwarzem Lack bestrichen, der alle Zwischenräume füllt. Danach wird die Oberfläche in einem langwierigen Verfahren plangeschliffen, bis die Eierschalen nicht mehr vom Lack bedeckt sind. |
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So sieht das Ergebnis nach dem letzten Polieren aus. Weisse Eierschalen in schwarzem Lack. |