Orinokodelta , El Callao , Gran Sabana , Gran Sabana 2 , zurück zur Venezuela-Seite , Reisen , Homepage
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Im Osten des Landes zwischen Ciudad Guayana und El Dorado liegt El Callao. Hier versuchen immer noch Goldsucher ihr Glück. Sie treiben senkrechte Schächte in den Grund und fördern aus provisorisch abgestützten "Stollen", durch die ein Mann geradeso hindurchkriechen kann, goldhaltiges Gestein ans Tageslicht. |
| Ein Man wird mit dieser
Holzwinde an einem
langen Seil in den Schacht gelassen. Seine einzige Sicherheit ist dabei
ein Stock, der als Sitz in das Seil geknotet wird.
Dort unten gräbt er den Stollen weiter und füllt das Stein/Erde Gemisch in Säcke, die heraufgezogen werden. |
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Die Säcke werden zu einer
Goldmühle
gefahren, wo ihr Inhalt zuerst mit einer solchen Mühle grob
zermahlen
wird.
Die Goldmühle, in der das Gold auch gewaschen wird, gehört nicht den Goldsuchern, sondern einem Geschäftsmann, der anteilmäßig an jedem Goldfund verdient. |
| Nun gelangt das Mahlgut in eine
feinere
Mühle, die das Gestein zu Staub zermahlt. Dieser Staub wird mit
Quecksilber
vermischt und dann mit Wasser eine leicht geneigte, aufgerauhte
Aluminiumplatte
hinabgespült. Des Quecksilber verbindet sich mit dem Gold zu einer
Art Amalgam, und lagert sich zu großen Teil auf der
Aluminiumplatte
ab. Der Rest gelangt in ein "Auffangbecken" - ein kleiner unbefestigter
Teich.
Die Aufgabe des Teiches ist es nicht etwa, das Quecksilber aus der Natur fern zu halten. Vielmehr gelangt ein beträchtlicher Teil des Goldes aufgrund der einfachen Technik in den Teich. Der Goldmühlenbesitzer - der ohnehin an der jedem Gramm Gold mitverdient - baggert den Teich regelmäßig aus und fährt den goldhaltigen Schlamm, der nun ihm gehört, in eine modernere Goldwäsche zum nachwaschen. |
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Das Gold-Quecksilber-Gemisch
wird von
der Aluminiumplatte der Goldwaschanlage gekratzt und auf einer Schaufel
mit der Flamme eines Gasbrenners erhitzt. Das Quecksilber verdampft,
und
zurück bleibt nur das Gold.
Der sorglose Umgang mit dem giftigen Quecksilber zeigt Folgen. Ältere Goldsucher (die oft nur alt aussehen) lächeln zahnlos. |
So richtig legal ist die Goldsuche übrigens nicht. Es fällt auch auf, dass jeder Goldsucher wenigstens mit einer Machete bewaffnet ist. Die mit Rum und Bier erkaufte Freundlichkeit der Goldsucher wich einer gespannten Atmosphäre, als eine Ladung Steine sich als sehr goldhaltig erwies. Das war der richtige Zeitpunkt, um schnellstens die Weiterreise anzutreten.