+++ACHTUNG+++ Probleme mit neue PC-Mainboards mit 3,3V-Pegel
Problem
Auf aktuellen PC-Mainboards wird oft nicht mehr
mit den klassischen TTL-Pegeln (0V / 5V) gearbeitet. Der High-Pegel ist
auf 3,3V abgesenkt. Das genügt noch den TTL-Spezifikationen, die
verlangen,
dass der High-Pegel mindestens 2,5V betragen muss. Die zum PIC-Brennen
benötigten Eingänge RB6/RB7 der PICs sind aber Schmitt-Triger
Eingänge, die einen High-Pegel von mindestens 4/5 der
Betriebsspannung
(Vdd) verlangen. Bei Vdd=5V muss der High-Pegel also 4 V betragen.
Damit ist die Funktion von Q&D-Brenner und Brenner0 an aktuellen
PCs
bei Vdd=5V nicht mehr gewärleistet.
Der Brenner0 wird zwar vom Programm PBrenner
erkannt, aber er kann keinen PIC mehr ansteuern - schon die
Autodetect-Funktion
versagt.
Folgende Tabelle zeigt die für den PIC nötigen Pegel
(gelbe
Zeilen). Außerdem enthält sie die von mir gemessenen
Spannungen
an einem 3,3V-Mainboard (graue Zeilen).
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Pegel an RB6 beim Brenner0 |
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Es ist leicht zu erkennen, dass die exakte Einhaltung der
PIC-Spezifikation
nicht mehr möglich ist, insbesondere der Pegel an RB6 im Brenners0
ist zu klein.. Eine Verbesserung lässt
sich erreichen, wenn man im Brenner0 als Diode eine Shottky-Diode
einsetzt,
und die Betriebsspannung des PIC auf Vdd = 4,5V absenkt.
Aber erst durch eine weiteren Absenkung auf Vdd = 4,125V, werden die
Schmitt-Trigger-Pegel wieder eingehalten, aber dabei wird leider auch
die
unterste zulässige Betriebsspannung des PIC (beim Brennen 4,5V)
unterschritten.
Da hilft nur Ausprobieren, denn meistens akzeptieren PICs auch Signale,
die etwas von den Sollwerten abweichen.
Lösung
Der Funktion des Brenners0 und des
Q&D-Brenners
am modernen PC ist also ein wenig vom Glück und von den
Fertigungstoleranzen
der PICs abhängig. Generell kann aber der Einsatz einer
Schottkydiode
im Brenner0 und vor allem die Absenkung der Betriebsspannung des PIC
empfohlen
werde, um die Chancen zu erhöhen.
Ich konnte durch einfaches Absenken der
Betriebsspannung
auf 4,5V die Typen 16F628 und 16F87xA problemlos brennen. Vermutlich
lässt
sich das auf alle modernen PICs übertragen.
Einleitung
Die historischen Wurzeln
Der Brenner0
Brennen mit dem Brenner0 und der Software PBrenner
Erfahrungen
Der Brenner0 ist weniger für jemanden gedacht, der sich intensiv mit PICs beschäftigen möchte, sondern eher für jemanden, der mal einen PIC brennen muss, und für den es sich deshalb nicht lohnt einen richtigen Brenner zu bauen. Zum dauerhaften Gebrauch ist der Brenner0 nicht zu empfehlen. Außerdem ist seine Funktionsfähigkeit sehr von der Hardware des angeschlossenen PC abhängig.
Voraussetzung für den Anschluss an einen PC ist das
Vorhandensein
eines Paralleports (LPT, paralleler Druckerport) an selbigem. Einige
aktuelle
PCs sowie viele Notebooks verzichten auf das Parallelport, und setzen
gänzlich
auf USB. Der Betrieb des Brenners über einen externen
USB-Parallelport-Wandler
funktioniert in der Regel NICHT.
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Von David Tait stammt die Idee für einen "Quick and
Dirty-Brenner"
(Q&D), ohne eigene Stromversorgung, ohne Treiber und ohne
elektronische
Spannungsschalter.
Der Hauptmangel dieses Billigbrenners ist die fehlende Möglichkeit, den PIC auszulesen. Außerdem funktioniert er oft nicht an modernen PCs. |
| Deshalb habe ich die Idee des "Quick and Dirty-Brenners" um
eine Lesemöglichkeit
ergänzt. Die Mehrkosten liegen unter 0,50 €.
Sowohl der Quick and Dirty-Brenner wie auch der Brenner0 bedürfen der fleißigen Mitarbeit des Nutzers, der auf Anweisung die Programmierspannung ein- und aus-schalten muss. Dabei bedeutet einschalten, den Schalter öffnen, und ausschalten, den Schalter schließen. Die Bedienung widerspricht also der Intuition. |
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Dem Stromlaufplan kann der Anschluss an die Pins des 25-poligen Druckerports (Parallelport) entnommen werden. Die Versorgung mit 12V und 4,5V ist schon komplizierter.
Die Betriebsspannung Vdd des PIC darf nur 4,5V betragen, ansonsten
funktioniert
der Brenner an modernen PCs nicht! Es eignen sich z.B. 3 in Reihe
geschaltete
AA-Zellen. Wer nur eine 5V-Quelle zur Verfügung hat, kann den PIC
mit dieser Quelle durch eine Silizium-Diode speisen.
Die +12V-Spannung darf je nach PIC-Typ
etwas variieren.
Wer ein stabilisiertes Stromversorgungsgerät besitzt, ist fein raus. Alle anderen können z.B. die Spannungen aus dem PC entnehmen. Die 4poligen Strom-Stecker, die die Festplatten und die optischen Laufwerke im PC speisen liefern 5V und 12V.
Brenner0 und "Quick and Diry Brenner" laufen mit der Tait-Software
(pp.exe)
im DOS-Fenster (nur PIC16F84) oder mit meiner Windowssoftware
PBrenner (alle PIC16F8xx-, 16F84(A)-, 12F6xx-, 16F62x- und 16F7x-Typen).
Dadurch
lassen
sich im Stromlaufplan auch keine Pin-Nummern für den
Anschluss am PIC angeben, da je nach PIC-Typ andere Pins angeschlossen
werden müssen. Die richtigen Pins für 16F84/627/628/648
lassen
sich dem oberen Stromlaufplan (Q&D-Brenner) entnehmen.
Brennen mit dem Brenner0 und der Software PBrenner
Im Programm PBrenner sind im Hardwaresetup folgende
Einstellungen vorzunehmen:
Die +4,5V sind vor dem Programmstart einzuschalten, ansonsten wird der Brenner nicht sicher erkannt. Der Schalter zwischen MCLR und Masse wird auf Weisung des Programms PBrenner manuell betätigt. Dabei bedeutet:
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Es kann durchaus vorkommen, das ein Brenner0 beim Start des Brennprogramms von diesem nicht erkannt wird, und doch funktioniert. Wenn der Brenner0 vom Brennprogramm nicht gefunden wird, kann man folgendes Versuchen.
Die Vdd-Spannung ist beimn Brenner0 nicht schaltbar. Desshalb lassen sich PICs bei denen der interne Oszillator aktiviert wurde, und bei denen gleichzeitig MCLR zu einem normalen I/O-Pin konfiguriert wurde, mit dem Brenner0 nicht mehr brennen oder löschen! (INTOSC-MCLR-Falle)